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Am 8. Oktober 1919 wurde
ein Schießclub von den Herren Heinrich Reimers, Heinrich Scheel, Heinrich
Riecken, Ernst Witthoeft, Wilhelm Hüge, August Scheel, Ernst Otto und
Gustav Riecken gegründet.
Sie gaben dem
Verein den
Namen “Zentrum“.
Auf der ersten Versammlung
am 26.10.1919 wurde ein vorläufiger Vorstand gewählt. An der Spitze als
Präsis fungierte Karl Michaelsen, der dann auf der Generalversammlung mit
seinen anderen Vorstandsmitgliedern bestätigt wurde.
Von Heinrich Reimers
wurde
dann eine Büchse gekauft, mit der Auflage, das Geld zurückzuzahlen, wenn
es die Kasse erlaubt.
Ab Ende November wurde
dann gleich ein Preisschießen durchgeführt, das sich über sechs Wochen
hinzog. Dabei wurde nicht nur im Vereinslokal geschossen, sondern man ging
auch in andere Lokale zum Schießen. Das Abschießen fand dann wieder im
Vereinslokal statt.
Der erst Preis war eine
Schubkarre, dann folgte eine Wanduhr, Axt, Beil u.v.m..
Im folgendem Jahr waren
die Preise dann schon etwas größer. Es gab einen Kleiderschrank,
Ausziehtisch, Schlachtertisch u.v.m..
1921 wurde auf einer
Versammlung beschlossen, ein Vereinskonkurenzschiessen durchzuführen.
Dazu wurden die vereine Erika Curslack, Vierlandria Schleuse, Seefeld und
als Gast Hubertus Schwinde eingeladen.
Im November 1921 wurde in
Anwesenheit dieser zuvor genannten Vereine und dazu Zentrum Altengamme auf
einer extra einberufenen Versammlung der “Bund der vereinigten Schießclubs
von Vierlanden“ gegründet. 1. Vorsitzender wurde Heinrich Klemmer vom
Schießclub Vierlandria.
1922 fand zum ersten
Mal
im Verein ein Königsschuss statt. Erster König wurde August Wobbe.
Auf einer Versammlung am
21.07.1923 stand die Beschaffung eines Vereinsbanners auf der
Tagesordnung. Ein Angebot war bereits eingeholt. Ein Banner sollte 7,5
Millionen RM kosten. Einstimmig wurde das Angebot angenommen. Am 7.
Oktober war es dann soweit, das Banner wurde geweiht.
Die Festrede wurde von dem
Bundesvorsitzendem Heinrich Klemmer gehalten. Am Ende der Rede wurde das
Banner vom Vorsitzenden enthüllt.
Auf der Vorderseite (grün
/ weiß) stand der Name „Schiessclub Hitscherberg“. Die Rückseite (grün)
war mit dem Schriftzug „Einigkeit macht stark“ versehen.
Bis zum Jahre 1933 ging es
mit dem Verein stetig berg auf. Erfolge stellten sich ein, aber auch die
Geselligkeit innerhalb des Vereins kam nicht zu kurz.
Am 30. September 1933
wurde unter dem Ortsgruppenführer Herman Dangers und dessen Stellvertreters
die Gleichschaltung in unserem Verein vorgenommen. Der Vorsitzende Hermann
Scheel wurde Vereinsführer und konnte ausschließlich allein über den Verein bestimmen. Aber auch mit dieser Situation wurde man
fertig und das
Vereinsleben ging in vollem Gange weiter. Man besuchte andere Vereine,
erzielte Erfolge und feierte seine Feste wie gewohnt.
Am 20. Januar 1940
beschloss die Versammlung, das keine Schießübungen und Veranstaltungen
mehr stattfinden sollten, da zu viele Schützenbrüder bereits eingezogen
worden waren.
Im August 1940 legte dann
auch der Vorsitzende sein Amt nieder, da nun sämtliche
Vorstandsmitglieder eingezogen worden waren.
Bis zum Juli 1949, durch
den 2. Weltkrieg bedingt, ruhte der Schießbetrieb.
Nach Freigabe der Luftbüchsen
durch die Alliierten wurde eine Versammlung einberufen, zu der 24 Schützen
erschienen. Als Vorsitzender wurde Hermann Scheel gewählt, der mit großer
Einsatzbereitschaft den Schießbetrieb im Verein wieder in Gang brachte.
Man beschloss, dass es beim
Einholen des Königs in Zukunft nur einen Umtrunk und kein Essen mehr
geben soll, was auch heute noch Bestand hat.
Nach 10-jähriger Pause
wurde im Oktober 1949 wieder um die Königswürde geschossen. Erster König
wurde Heinz Witt.
Im Jahre 1950 beschloss
man, dass zum besseren Erkennen in der Öffentlichkeit eine einheitliche
Kopfbedeckung angeschafft werden sollte. Man einigte sich dabei auf eine
grüne Mütze.
Am 27. August 1950 hatte
der Schießclub Zentrum zum zweiten Mal zu einer Bannerweihe geladen. Das erste
Banner war während des Krieges abhanden gekommen. In der Festrede
betonte der Vorsitzende Dieter Teede, dass es nun endlich wieder aufwärts
gehe und das Banner als Zeichen innerer und äußerer Verbundenheit zu
sehen sei. Willy Römmer hatte eigens zu diesem Ereignis einen Schützenmarsch
komponiert.
Am 19. August 1951 lud der
Schiessclub Zentrum zum ersten Male wieder zum Pokalschießen des Bundes
der Vierländer Schießclubs ein. Es nahmen die Vereine Vierlandria,
Diana, Tell und Zentrum teil. Sieger wurde der Schiessclub Zentrum, der
mit Erich Scheel auch den Bundeskönig stellen konnte.
Seit 1951 besteht ein
freundschaftliches Verhältnis zu dem Musikverein Lorelei, der uns auf
unseren Schützenfesten und auch auf anderen Veranstaltungen immer
begleitet und unterhält.
Auf dem Schützenfest des
Schießclubs Seefeld wurde im Jahre 1952 noch ein Konkurrenzschießen mit
Bolzen durchgeführt, obwohl sich inzwischen das Schießen mit Kugeln
immer mehr durchsetzte. Es nahmen nur noch Tell und Zentrum am Bolzenschießen
teil. 1954 wurde das Bolzenschießen dann ganz aufgegeben, da es immer
schwieriger wurde noch Bolzen zu bekommen.
1957 sollte der Schießbetrieb
modernisiert werden. Es wurden 2 elektrische Anzeiger angeschafft, um
Streitigkeiten beim Auswerten zu vermeiden. Später stellte man jedoch
fest, dass ein genaues Anzeigen auch damit nicht möglich war. Da auch die
Durchschlagskraft der Gewehre zunahm und die Reparaturen dadurch häufiger
und aufwändiger wurden, ging man wieder auf die Zugscheiben über.
Auf dem Schützenfest 1968
unternahmen die Damen einen Vorstoß um selbst im Schießclub aktiv zu
werden. Der Vorstand nahm dieses auf, und breitete alles nötige für die
Gründung einer Damenabteilung vor.
Auf einer außerordentlichen
Versammlung wurde am 16. August 1968 die Damenabteilung als Teil des
Vereins mit gleichen Rechten und Pflichten gegründet. Am ersten Abend
erschienen 14 Damen, die in den Verein eintraten und den Schießbetrieb
aufnahmen.
In kurzer Zeit vergrößerte
sich der Kreis dann noch, und man erzielte gute Erfolge beim
Vergleichsschießen und auch beim Pokalschießen mit dem
Kleinkalibergewehr der Vierländer Schützengesellschaft.
Im Jahre 1969 wurde das
50-Jährige Bestehen unseres Vereins gefeiert. An den Feierlichkeiten nahmen 19
Vereine teil. Die Festrede wurde von dem Pastor Grau gehalten. Zu diesem
Fest konnte der Vorsitzende Gustav Schmidt noch 3 Gründungsmitglieder
begrüßen. Es waren Ernst Otto, Albert Harden und Wilhelm Hüge. Von den
Ehrenmitgliedern wurde dem Verein ein neues Gewehr gestiftet.
Auf der
Jahreshauptversammlung 1972 wurden die Ehrenmitglieder Hermann Scheel und
Karl Witthöft mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Beliebt war nach dem Krieg
die Theaterfahrt des Vereins. Hier gab es immer die Gelegenheit sich mit
Freunden und Bekannten einmal ins Theater fahren zu lassen. Diese
Veranstaltung wurde 1976 eingestellt, da sich das Fernsehen immer mehr
durchsetzte. Ebenso erging es dem Schützenball, der 1989 zum letzten Mal
stattfand. Er begann als gemütlicher Abend. Im laufe der Zeit erfreute er
sich so großer Beliebtheit, dass daraus ein Ball wurde, der mit einem
gemeinsamen Essen begann.
Durch die Mitglieder,
besonders durch unserem Ehrenvorsitzenden Gustav Schmidt, wurden immer neue
Freunde gewonnen, die sich bei uns wohlfühlten. So kam es, dass wir Gäste
aus der Schweiz, England und der Türkei bei uns begrüßen konnten. Herr
Jeener Ergöve aus der Türkei, der sich besonders gut aufgehoben fühlte,
überreichte uns bei seinem 2. Besuch einen Kupferteller, welcher bis
heute einen Ehrenplatz auf unserem Schießstand inne hat.
1975/76 wurde unser Schießstand
umgebaut. Das meiste wurde in Eigenarbeit und mit Hilfe der Familien Lütten
und Kaiser gemacht. So hielten sich die Kosten in Grenzen.
Zwischenzeitlich wurden
Uniformjacken und Hüte angeschafft, um in der Öffentlichkeit ein
einheitliches Bild abzugeben.
Der Schützenkönig 1983,
Hermann Wöbb, stiftete dem Verein eine Vereinsfahne, die der jeweilige König
als Zeichen seiner Würde hissen darf. Da wollten auch die Damen nicht
nachstehen. Thekla Mannel und Petra von Hacht stifteten eine Fahne für
die Damen, damit auch die Königin des Vereins zu erkennen ist.
1988 errang mit Helga und
Reinhold von Hacht erstmals ein Ehepaar die Königswürde im Verein.
Da die Königin sowie der
König 3 Jahre aussetzen müssen, stiftete Gerd Maidorn einen “Pokal der
Könige“, der jedes Jahr von den Majestäten als Wanderpokal
ausgeschossen wird.
1991 wurde mit Thekla
Mannel erstmals eine Frau in das Amt der 2. Vorsitzenden gewählt.
1994 feierten wir unser
75-Jähriges Jubiläum mit drei tollen Tagen. Begonnen Hat es mit einem
sehr gut besuchten Kommerzabend, der bis spät in die Nacht andauerte. Auf
dem Kommerzabend wurden Reinhold von Hacht und Heinrich Borstelmann als
Ehrenmitglieder gekürt. Samstags fand das Schützenfest erstmals ohne
Proklamation der neuen Majestäten statt. Sie wurden am Sonntag nach dem
Festumzug gekürt.
Seit 1995 richten wir alljährlich ein Wettschießen mit einer Armbrust
aus. Hierzu werden von den Vereinen die amtierenden Majestäten mit ihrem
Gefolge eingeladen. Dieses schießen erfreut sich großer Beliebtheit.
Ebenfalls seit 1995 veranstalten wir im Sommer einen Grillabend, welcher
meist beim amtierenden König stattfindet.
Seit
1998 nehmen wir mit einem geschmücktem Wagen am Ernteumzug in Kirchwerder
teil. Hatten wir anfangs noch einen einfach geschmückten Wagen, so wird
er jedoch von Jahr zu Jahr aufwändiger.
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